7. Vernetzungstreffen

von Anna Frasca-Rath

Am 17.8.2017 fand von 16.00 bis 18.00 Uhrdas 7. Vernetzungstreffen von DArtHist Austria im Seminarraum 5 des Instituts für Kunstgeschichte der Universität Wien statt. Die Begegnung bildete zugleich den ersten Workshop des „Museumsclusters“ und widmete sich darüber hinaus der seit dem 22. August des Jahres online gestellten Alpha-Version der neuen Homepage des Netzwerkes für Digitale Kunstgeschichte in Österreich.

Programm

16:00 Dr. Ralph Knickmeier, Impulsvortrag zum Thema „Das Museum als Sehnsuchtsort im digitalen Raum“ mit anschließender Diskussion
17:oo Preview neue Homepage von DArtHist Austria

Bericht von Ralph Knickmeier

Der Verfasser dieser Zeilen begann die Sitzung zunächst mit einem 25-minütigen Impulsvortrag: Das Museum als Sehnsuchtsort im digitalen Raum. Das Statement basierte auf einer knappen persönlichen Paraphrasierung der aktuellen Juniausgabe der Zeitschrift neues museum des Museumsbundes Österreich, die sich gerade dem Schwerpunktthema  Das Museum im digitalen Raum gewidmet hatte. So könne man die Summe der Beiträge als Umschreibung des Status quo in Österreich lesen, wobei der Fokus des Resümees nicht auf einer vergleichenden Leistungsbilanz lag, sondern auf Texten oder Passagen, die zukunftsweisende Aspekte ansprechen, Ausblicke wagen oder Bausteine für eine Theorie zum Digitalen Museum beitragen. Der Epilog des Autors verwies auf die digitalen Desiderate des neuen Museums, das sich den Mut zu einer kritischen gesellschaftspolitischen Distanz und selektierenden Reflexion erhalten solle. Da es der Digitalen Kunstgeschichte – und damit auch dem Digitalen Museum – insbesondere noch an übergreifenden verschriftlichen Beobachtungen zur aktuellen Entwicklung, bzw. an Textbausteinen zu einer Theoriebildung des Digitalen mangele, könne sich der Museumscluster von DArtHist Austria in diesem Sinne als ein Hortus Digitalis für solche Denkmodelle zum Museum im digitalen Raum verstehen.

Die etwa dreiviertelstündige Diskussion begann mit der Frage nach der künftigen Form des Museumsclusters, der sich keineswegs als Corpus separatum, sondern vielmehr als Gremium versteht, welches künftige Plenumssitzungen zum Thema Museum vorbereiten soll. Gesucht werden Mitwirkende, die Interesse an dieser Aufgabe haben.

Die inhaltliche Debatte kreiste vor allem um den Begriff der Theorie im Kontext der Digitalen Kunstgeschichte. So sei es am Ende vielleicht treffender von einem neuen Methodendiskurs zu sprechen und möglicherweise zielführender sich den vermissten Überbau aus konkreter Projektarbeit entwickeln zu lassen. Dabei divergierten die Vorstellungen von den Aufgaben des neuen Museums erwartungsgemäß völlig, nicht nur zwischen der akademischen und der musealen Kunstgeschichte.

Im Anschluss stellte Anna Frasca-Rath vom Institut für Kunstgeschichte der Universität Wien die von der Arbeitsgruppe Homepage entwickelte Alpha-Version und deren einzelne Features vor. Sie bat alle Mitglieder von DArt-Hist Austria ab sofort mit der Befüllung von Personen- und Projektvorstellungen zu beginnen, bzw. interessierte Dritte zu ermuntern sich ebenfalls einzubringen. Die Roadmap sieht das offizielle Go-Life für das nächste Vernetzungstreffen am 20.10.2017 vor, das im Rahmen der 19. Tagung des Verbandes der österreichischen Kunsthistorikerinnen und Kunsthistoriker (VöKK) in Linz stattfinden wird.