Die historischen Druckgraphikbände der Albertina

Der größte Teil der Druckgraphiken der Albertina – rund 500.000 Objekte - ist in 1436 historischen Großfoliobänden montiert. Diese werden digitalisiert, mit Metadaten versehen und online gestellt.

Die historischen Druckgraphikbände der Albertina

Die Albertina verfügt als eine der wenigen Sammlungen weltweit über einen umfangreichen Bestand an Klebebänden, in denen graphische Blätter systematisch geordnet und sicher fixiert aufbewahrt werden. 749 Bände stammen aus der Sammlung Herzog Albert von Sachsen-Teschens, 687 Bände aus der ehemaligen Kaiserlichen Hofbibliothek. Mit einer Anschubfinanzierung durch den Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank konnten die Digitalisierung, die wissenschaftliche Autopsie unter Einbeziehung der KuratorInnen des Hauses, die Datenerschließung sowie die online-Stellung in Angriff genommen werden. Im Förderzeitraum (18 Monate) können rund 300 – 350 Bände erschlossen werden.

Die Bände sind unter mehreren Aspekten interessant:

  • Sie umfassen unser neuzeitliches Bildgedächtnis,
  • sie bilden mediengeschichtlich die Entwicklung der Reproduktionstechniken ab,
  • ihre Ordnung ist chronologisch und thematisch, diese spiegelt Wissen und Ästhetik des 18. und 19. Jh.

Ein Band umfasst jeweils zwischen 80 und 100 Seiten, auf denen teils eine Druckgraphik, teils aber auch bis zu zwanzig Blätter geklebt sind. Um angemessene Arbeitsfortschritte zu erzielen, steht gegenwärtig nicht die Erschließung des Einzelobjekts im Fokus. Es wird vielmehr nach einem generischen Erfassungsmodell gearbeitet:

  • Scan der Einzelseiten Deckel zu Deckel in hoher Auflösung,
  • Erschließung der Einzelseiten: flach, aber richtig,
  • Vertiefende Erschließung von Einzelobjekten möglich (in der Datenbank der Albertina, zukünftig auch online via Crowdsourcing).

beteiligte Personen

Institutionen

Kategorie

Datenbank

Schlagworte

Sammlungsgeschichte, Klebeband, Digitalisierung, Druckgrafik, Datenbank